Amphibien | Amphibien |
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Die Amphibien oder Lurche (Amphibia) bilden mit einem Alter von etwa 375 Millionen Jahren eine stammesgeschichtlich alte Klasse süßwasser- und landbewohnender, vierfüßiger und erster Landwirbeltiere (Tetrapoda), die entwicklungsgeschichtlich aus den Fischen hervorgegangen sind. Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich aus dem Griechischen [amphi] „auf beiden Seiten“ und [bios] „Leben“ ab, bedeutet also „doppellebig“. Dies rührt daher, dass die meisten Amphibien zunächst ein Larvenstadium im Wasser durchlaufen und nach einer vollständigen Wandlung des Körpers von einem Ei über die Kaulquappe zum Frosch (Metamorphose) an Land leben können. Auch die erwachsenen Tiere leben meist sowohl im Wasser als auch an Land; sie sind zumindest auf die Nähe von Gewässern angewiesen. Viele Arten sind in erster Linie nachts aktiv, um sich vor Fressfeinden zu schützen, sowie Wasserverluste durch die Haut gering zu halten.
![]() Abb. Metamorphose - Nach der Ablage (2) von Laichklumpen oder -schnüren (3) werden diese vom Männchen (1) befruchtet. Daraus entwickeln sich unter Wasser lebende Kaulquappen (4) die zum vollständigen Frosch heranwachsen. Derzeit sind etwa 6000 verschiedene Arten von Amphibien bekannt. Die Klasse der Amphibien wird in die Ordnungen Froschlurche (Kröten, Frösche und Unken) und Schwanzlurche (Salamander und Molche) sowie die etwas eigenartigen Blindwühlen unterteilt.
Im Gegensatz zur Haut der Reptilien ist die Haut der Amphibien ohne Schuppen und feucht. Sie können über die Haut die Atmung unterstützen, nehmen also Sauerstoff über die Haut auf. Diese Eigenschaft und der Bedarf an Wasser im Lebensraum wird vielen Amphibien derzeit weltweit zum Verhängnis, es ist seit Jahren ein Aussterben von Amphibien zu beobachten. Die wesentlichen Gründe sind der Rückgang von Laichplätzen und Wasserstellen durch die Erwärmung des Klimas, zunehmende schädigende UV-Strahlung sowie die Aufnahme von Umweltgiften über die Haut. Allein in Australien sind schon mehr als ein Dutzend Arten ausgestorben, während robuste Arten wie die Aga-Kröte zur Plage werden. Die Eigenart der Amphibien zu wandern um Paarungsplätze oder Laichplätze aufzusuchen wird den Tieren seit der Erfindung der Straßen und des Autos zum Verhängnis, sie werden zu Tausenden überfahren. Daher haben Naturschutzverbände wie der NABU schon in den 80er Jahren Krötenzäune und Tunnel gebaut, damit die Tiere die Wanderungen überleben. Wo Tunnel nicht möglich waren, hat man Eimer eingegraben um die Tiere zu sammeln und einmal täglich über die tödliche Straße zu tragen. Der NABU sucht übrigens immer Helfer die beim Eimer leeren helfen!
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