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Die Haltung von wechselwarmen Tieren im TerraZoo Rheinberg erfordert eine Menge an biologischem Wissen über die Tiere, aber auch spezielle technische Kenntnisse zur Steuerung von Terrarieneinrichtungen.
Die TerraZoo Rheinberg gGmbH und die Zooschule Rheinberg e.V. befassen sich schon seit jeher mit der Verbesserung der Haltungsbedingungen für Terrarientiere. Die Beobachtung von Kreuzottern im Freiland zeigte, dass die Einschätzung der Haltungsbedingung seitens der gängigen Literatur oftmals zu pauschal ist und dass nur eine sehr sensitive Klima-Steuerung den Mikroklimaten im Lebensraum der Tiere sehr nahe kommen könnte. Daher wurde im Rahmen einer Diplomarbeit auf der Hochschule Niederrhein von Claudio Abels eine neue Steuerung auf Basis von IP-Technologie entwickelt. Diese Technologie soll im Frühjahr 2010 zur Erprobung kommen.
![]() Grafik des geplanten Forschungsterrariums, das ein Regenwaldhabitat für Frösche erhalten soll. Das etwa 190cm hohe und 120cm breite von zwei Seiten einsehbare Terrarium weist gegenüber den bisherigen Terrarien im Zoo einige Besonderheiten auf. Neben dem typischen obigen Lichtkasten gibt es unten noch einen Unterschrank zur Unterbringung der neuen digitalen Steuertechnik. Zudem läuft auf der linken Seite ein Schacht in welchem die Steuerleitungen, Nebelrohre, Kabel und Wasserleitungen untergebracht werden. Der Glaskasten selbst soll austauschbar gehalten werden um auch andere Tiergruppen unterbringen zu können. Gemessen wird die Luft- und Bodentemperatur, die Lichtintensität, die Luftfeuchtigkeit, Bodenfeuchtigkeit. Insgesamt werden 8 Multisensoren die jeweils alle Daten liefern im Terrarium untergbracht. Die folgenden Aggregate sollen angesteuert werden:
Alle Zustands- und Verlaufsdaten werden über IP-Technologie am Terminal im Zoo einsehbar sein, d.h. der Besucher kann genau wie die Zootierpfleger die exakten Daten des Terrariums ständig einsehen und mit dem Verhalten der Tiere vergleichen, es gibt z.b. Froscharten die im Schutze des Nebels beginnen zu pfeifen oder bei aufkommendem Wind Schutz unter großen Blättern suchen. So hilft die Technologie dabei realitätsnahe Verhaltensbeobachtung auch in der Terraristik zu ermöglichen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn gerade über die Verhaltensweisen zur Thermoregulation der Tiere müssen wir bei veränderten Erdtemperaturen eine Menge lernen.
L&U Terrarienbau |





