TerraZoo - ServiceinformationenTerraLexikon - Information zu wechselwarmen TierenTerraAktiv - Informationsportal des TerraZoos RheinbergTerraPartner - Partner des TerraZoo
TerraZoo Rheinberg arrow Schleichen arrow Auflistung der Tiere
Name und Klassifizierung
Bezeichnung DE: Blindschleiche
EN: Blindworm, Slowworm
NL: Hazelworm
Wissenschaftliche Bezeichnung Anguis fragilis
Wissenschaftliche Einordnung
Klasse: Reptilia
Ordnung: Squamata
Familie: Anguidae
Gattung: Anguis
Genaue Daten
   
Größe 35 bis 45 cm
So lebt das Tier
Geographisches Vorkommen

Blindschleichen sind in ganz Europa verbreitet. Sie sind jedoch auch in Nordafrika und im Osten bis Westsibirien anzutreffen.

   
Lebensraum

Anguis fragilis leben in Feuchtbiotopen und Wäldern. Meist sind sie unter Laub, Zweigen oder im Kompost versteckt.

   
Nahrung und Jagdmethoden

Sie ernähren sich hauptsächlich von Nacktschnecken und Würmern. Vereinzelt werden auch Insekten und Spinnen gefressen. Sie kommen oft nach Regenfällen hervor, um ihre Beute zu jagen.

   
Abwehrmethoden und Verteidigung

Igel und größere Vögel wie beispielsweise Krähen zählen zu den Feinden der Blindschleiche, aber auch Katzen, die mit den Blindschleichen spielen und sie dann töten. Ironischerweise werden diese "falschen Schlangen" von den echten ebenfalls nicht verschmäht.

   
Fortpflanzung

Ein Männchen ist mit drei Jahren geschlechtsreif, Weibchen erst mit 4 bis 5 Jahren. Die Paarungszeit ist im Frühjahr, in Mitteleuropa meistens im April. Blindschleichen sind ovovivipar, es werden zwar Eier produziert, aus diesen schlüpfen jedoch entweder schon im adulten Tier die Nachkommen oder gleich nach der Eiablage. Sie sind bei der Geburt 7 bis 9 Zentimeter groß. Es findet keine Aufzucht der Jungen statt. Nach der Geburt der Jungen verlässt die weibliche Blindschleiche ihren Nistplatz. Die Jungen sind jetzt sich selbst überlassen.

Wissenswertes
Besonderheiten

Vermutlich stammt der Name der Blindschleiche aus dem Althochdeutschen, wo "Plintslicho" etwa "blendender Schleicher" bedeutet. Der Wortstamm "blend" tritt beispielsweise auch als Blende bei Mineralien im Sinn von "trügerisch glänzend" auf. Tatsächlich haben die Schuppen der Blindschleichen unter Sonneneinstrahlung eine bleiglänzende Färbung. Im Gegensatz zu den echten Schlangen kann die Blindschleiche ihre Augenlider bewegen. Der Schwanz dieser Echse ist zur Autotomie fähig, das heißt, wenn ein Feind die Blindschleiche ergreift, wirft sie ihren Schwanz, der mehrere Sollbruchstellen hat, ab. Auch der abgebrochene Schwanz bewegt sich noch leicht und lenkt damit die Feinde ab, während sich die Blindschleiche in Sicherheit bringt. Anders als bei den Eidechsen, wächst der Schwanz nicht wieder nach. An der sich sofort schließenden Wunde bleibt nur ein Stummel.

Downloads
Downloads
Fotos
  Anguidae