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Name und Klassifizierung
Bezeichnung DE: Jemenchamäleon
EN: Chamaeleo Calyptratus
NL: Jemenkameleon
Wissenschaftliche Bezeichnung Chamaeleo calyptratus
Wissenschaftliche Einordnung
Klasse: Reptilia
Ordnung: Squamata
Familie: Chamaeleonidae
Gattung: Chamaeleo
Genaue Daten
   
Größe 45 bis 60 cm
So lebt das Tier
Geographisches Vorkommen

Das Jemenchamäleon ist im Jemen und in Saudi-Arabien beheimatet.

   
Lebensraum

Man findet die Tiere sowohl in den vegetationsreichen Berghängen als auch in den trockenen vegetationsarmen Hochebenen.

   
Nahrung und Jagdmethoden

Diese tagaktiven Individuen lauern regungslos auf ihre Beute, manchmal gehen die Echsen auch direkt auf die Beute zu, um die Futtertiere zu schießen.

   
Abwehrmethoden und Verteidigung

Jemenchamäleons sind Meister der Tarnung. Sie können ihre Färbung fast jedem Hintergrund anpassen, so dass sie von Fressfeinden und Futtertieren meistens nicht wahrgenommen werden. Chamaeleo calyptratus bewegen sich im Geäst mit einer langsamen und wippenden Bewegung fort, damit soll ein durch Wind bewegtes Blatt imitiert werden. In der Natur sind männliche Jemenchamäleons typische Einzelgänger. Sie verteidigen ihr Revier gegen andere Männchen sehr energisch. Feinden gegenüber reagieren die Echsen auch sehr aggressiv. Bei Bedrohung sperren die Tiere das Maul auf und fangen an zu fauchen. Nur während der Paarungszeit sind sie mit dem Weibchen für ein bis drei Tage zusammen.

   
Fortpflanzung

Als Echsen legen sie meist (durchschnittlich 4 Wochen nach der Begattung) Eier, sind also ovipar. Aber es gibt auch Arten, die vollentwickelte Junge zur Welt bringen, dies nennt man ovovivipar. Ovoviviparie tritt besonders häufig bei Tieren aus sehr kühlen Lebensräumen auf, da der Boden keine ausreichend hohe Temperatur für die Entwicklung der Eier bietet.

Wissenswertes
Besonderheiten

Chamaeleo calyptratus hat eine viel schärfere Sehkraft als der Mensch, deshalb wird von ihnen die Beute sowie Fressfeinde sehr schnell visuell wahrgenommen. Ein Grund für die Beliebtheit dieser Individuen ist sicherlich ihre faszinierende Zunge. Sobald ein Beutetier in Schussweite ist, wird es von beiden Augen anvisiert. Danach öffnet das Tier sein Maul und schleudert die Zunge (Schleuderzunge) mit einer Geschwindigkeit von bis zu 21,6 km/h (6 m/s) aufs Beutetier. Die Beute wird mit dem keulenförmigen Zungenende umklammert. Auf der Zungenspitze ist ein Sekret, dass das Festhalten des Beutetieres zusätzlich unterstützt. Danach zieht das Chamäleon seine Zunge inklusive Futter wieder ins Maul zurück.

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Fotos
  Chamaeleonidae