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Name und Klassifizierung
Bezeichnung DE: Gabunviper
EN: West African Gaboon Viper
NL: Gabonpofadder
Wissenschaftliche Bezeichnung Bitis gabonica rhinoceros
Wissenschaftliche Einordnung
Klasse: Reptilia
Ordnung: Serpentes
Familie: Viperidae
Gattung: Bitis
Genaue Daten
   
Größe bis 180 cm
So lebt das Tier
Geographisches Vorkommen West- und Zentralafrika: Guinea, Togo, Ghana
   
Lebensraum

Gabunvipern sind Bodenbewohner in Regenwäldern und Waldgebieten. Sie bevorzugen Temperaturen zwischen 22°C - 25°C.

   
Nahrung und Jagdmethoden

Die fressen Nagetiere wie Mäuse und Waldratten. Die große schwere Viper ist sehr langsam unterwegs, lediglich die Zuschlaggeschwindigkeit aus dem Ansitz ist sehr hoch, bis über 200 km/h (56 m/s). Die Giftzähne werden im Gaumendach zusammengeklappt und beim Angriff ausgeklappt. Zurückklappbare hohle Giftzähne im Oberkiefer werden als solenoglyph bezeichnet. Die Tiere können die hohlen Giftzähne wie Injektionsspritzen einsetzen und die Giftmenge je nach subjektiv wahrgenommener Gefahr dosieren. Sie verfügen über eine große Giftmenge, etwa ein Schnapsgläschen voll Gift.

   
Abwehrmethoden und Verteidigung

Nähert man sich dem Tier auf wenige Zentimeter oder tritt gar auf sie, beißen sie heftig einmal zu. Passiv: Durch ihr außergewöhnliches Muster sind sie am laubbedeckten Boden perfekt getarnt. Sie sind formauflösend, mit Tarnfarben gefärbt. Man könnte die Färbung auch als unregelmäßig oder kryptisch bezeichnen. Viele unbeschuhte, spielende Kinder oder Landarbeiter, die Hackfeldbau betreiben, fallen der Gabunviper jedes Jahr zum Opfer, weil sie auf die Tiere treten.

   
Fortpflanzung

Gabunvipern sind lebendgebärend mit bis zu 60 Jungen pro Wurf (ovovivipar = eierlebendgebärend). Die Tiere werden in durchsichtigen Eihüllen zur Welt gebracht.

Wissenswertes
Besonderheiten

Sie besitzt bis zu 5 cm lange Giftzähne, eine Rekordlänge unter Schlangen. Die im Terrazoo Rheinberg gehaltene Unterart rhinoceros hat auf der Nasenspitze, ähnlich der Nashornviper, zu Hörnern verlängerte Schuppen, die die Kopfform aus der Sicht eines Nagetieres auflösen. Die Schlange wird dadurch nicht sofort als Schlange erkannt.

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Fotos
  Viperidae